Salt Point State Park und Golden Gate Bridge

von Charnette

Unsere Rundreise durch Kalifornien mit dem Wohnmobil und unserem, damals vierjährigen Sohn führte uns im dritten Abschnitt zurück an die Küste. Wir fuhren entlang des Highway 1 nach Norden bis Jenner und Gualala. Als Ausgangspunkt für diese Region hatten wir uns den Salt Point State Park ausgesucht. Im Anschluss sind wir über die Golden Gate Bridge nach Pacifica gefahren. Den Abschluss unserer Rundreise verbrachten wir mit Sightseeing in San Francisco und einem herrlichen Feuerwerk.

Von Sutter Creek zum Salt Point State Park

Nach dem Frühstück hatten wir in Ruhe alles zusammen gepackt und vor der Fahrt noch alle Tanks geleert. Theo hatte Freundschaft mit dem Nachbarsjungen geschlossen und wir konnten die beiden kaum trennen. Um 11:45 Uhr hatten wir uns endlich von allen verabschiedet und konnten unsere Fahrt zum Salt Point State Park (200 km nördlich von San Francisco) antreten. Die Route führte uns quer durch Kalifornien. Da wir unseren leeren Kühlschrank noch füllen mussten, hielten wir kurz nach Sacramento, in Davis, beim Whole Foods Market. Ich hatte diesen bei Google Maps herausgesucht, als wir WiFi hatten und hatte mir einen Screenshot gemacht.
Das letzte Stück der Strecke sind wir gegen Anraten des Navis über den Highway 1 gefahren. Wir wollten lieber an der Küste fahren, als über die 5-spurige Autobahn.
Ab Bodega Bay war es schrecklich kurvig und wir konnten wirklich nur noch sehr langsam fahren und zudem wurde mir echt schlecht. Um 18:45 Uhr kamen wir im Salt Point State Park an. Die Anmeldung ging nur noch über den Host, dafür konnten wir uns unseren Platz selbst aussuchen (Platz 85, der hatte die meiste Sonne).
Von den 40°C in Sutter Creek war hier nichts mehr zu spüren. Geschätzt herrschten an der Küste und im schattigen Wald kühle 15°C. Zum Abendessen gab es selbstgemachte Burger.

Der Campground wurde durch den Highway 1 in zwei Teile geteilt. Der erste Teil lag komplett im Wald, der zweite Teil lag näher an der Küste und war viel sonniger, aber natürlich war es dort auch windiger. Es gab keine Duschen und die Toiletten waren dreckig.
PS: Bisher waren wir 1000 Meilen gefahren.

Ein Ausflug nach Gualala

Bevor wir uns auf den Weg nach Gualala machten, hatten wir Halt am Salt Point Aussichtspunkt gemacht. Leider war es so neblig, dass wir die Küste kaum sehen konnten. Auf der Karte hatten wir einen Coast Trail gesehen, den wir uns für den nächsten Tag vornahmen. Gualala ist laut Reiseführer eine kleine Künstlerstadt. Wir waren auch in zwei Ateliers, hatten aber irgendwie etwas anderes erwartet.  Wir hatten die Zeit genutzt und einen Spaziergang gemacht. Am Campground von Gualala konnten wir für 7 $ Dayuse parken und über den Gualala-Coast-Trail bis zur Mündung des Gualala Rivers wandern. Leider hatten wir nicht kapiert, dass wir mit unserem Campground-Schein, den wir an die Windschutzscheibe kleben mussten, freien Eintritt gehabt hätten.

Auf der Rückfahrt haben wir einen Stopp bei der Sea Ranch Chapel gemacht. Eine Kapelle in Form einer Welle oder vielleicht auch eines Morion, also eines spanischen Helms. Außen war die Kapelle komplett mit Holzschindeln verkleidet. Innen lud das Farbenspiel der bunten Glasscheiben zum Verweilen ein.

Der California Highway 1 nördlich von San Francisco. Weitere Informationen unter www.wiraufreise.de

Sea Ranch Chapel

Unser nächster Halt war am Stump Beach. Wir hatten diese Bucht eigentlich nur durch Zufall gefunden, da es zwischen Gualala und Salt Point State Park keine andere Möglichkeit gab, mit dem Wohnmobil zu parken.
Wir sind dem Trampelpfad durch die Bäume und den Abhang hinunter gefolgt und hatten am Ende eine tolle Aussicht auf die Bucht. Wir haben viele wunderschöne Meeresschneckenhäuser gefunden.
Zum Abendessen gab es gegrilltes Gemüse, Salat und Steak.

Der California Highway 1 nördlich von San Francisco. Weitere Informationen unter www.wiraufreise.de

Stump Beach

Wanderung zum Stump Beach entlang des Salt Point Coast Trails

Nach dem Frühstück starteten wir mit unserer Wanderung vom Salt Point Vista Point entlang des Salt Point Coast Trails zum Stump Beach (ca. 3 km). Es war herrliches Wetter und der Nebel war größtenteils schon verschwunden. Am Strand konnten wir unsere Muschel- und Schneckensuche vom Vortag fortsetzten. Nach einem herrlichen Picknick am Strand konnten wir unseren Sohn nur durch Bestechung zum Gehen überreden.

Da wir noch ein Versprechen einzulösen hatten und daran auch regelmäßig erinnert wurden, sind wir am späten Nachmittag nach Stillwater Cove gefahren und haben dort ein Eis am Stil gegessen.
Zum Abendessen gab es Lachs mit Salzkartoffeln und Tomatensalat.

Boondocking am Highway 1

Am nächsten Morgen sind wir um 10:30 Uhr in Richtung Bodega Bay aufgebrochen. Wir hatten für diesen Tag keine Reservierung gemacht, weil wir uns nicht allzu sehr binden wollten. Wie sich herausstellte war das ein Fehler. Es war das 4th of July-Wochenende und ganz Amerika scheint an diesem Wochenende unterwegs zu sein. Alle, wirklich alle Campgrounds waren voll wegen des anstehenden Feuerwerks in der Bay. Wir haben im Westsidepark für 7 $ gedumpt und alles aufgefüllt und anschließend eine Clamchowder bei Spud Point Crab gegessen.

Es half ja nichts und deshalb sind wir weitergefahren Richtung Point Reyes. Kurz nach Marshall an einem Bootsanleger haben wir spontan angehalten und einen älteren, sympathischen Herrn um Rat gefragt. Er hat gemeint, wir sollten einfach stehen bleiben, das würde niemanden interessieren. Erst da haben wir gesehen, dass ein weiteres Wohnmobil in der Ecke stand. Und so haben wir uns doch tatsächlich fürs Wildcampen oder Boondocking, wie es hier genannt wird, entschieden. Es hing übrigens auch nirgends ein Schild, dass es an dieser Stelle verboten war. So konnten wir den restlichen Tag noch etwas am Wasser verbringen und den Fischern und Seglern zusehen.
Zum Abendessen gab es Rädernudeln mit Tomatensoße und Salat.

Tipp:

Wer an der Strecke des California Highway 1 einen Campground möchte, vor allem am Wochenende oder in der Hochsaison oder an amerikanischen Feiertagen, der sollte diesen unbedingt vorher reservieren. Uns ging 1 Tag Urlaub flöten, weil wir diesen mit Suchen verbracht hatten.

Durch das Golden Gate nach Pacifica

Am nächsten Morgen sind wir erleichtert aufgewacht. Das Boondocking war unbemerkt geblieben. Nach dem Frühstück haben wir uns dann auch auf den Weg nach Point Reyes gemacht, aber leider hat uns der Nebel einen Strich durch die Rechnung gemacht. Der komplette Berg und die Küste waren in einer dicken Nebelwand verschwunden.
Somit ging die Fahrt direkt weiter zur Golden Gate Bridge. Die Parkplätze an den Vistapoints waren zum einen leider total überfüllt und zum anderen für unser Wohnmobil viel zu klein. So mussten wir bis ganz ans Ende der Vistapoint-Straße fahren und konnten dort auf einem Busparkplatz am Straßenrand anhalten. Die Brücke war im Nebel verschwunden und so haben wir einfach gewartet. Wir haben die Zeit genutzt und einen Mittagssnack eingenommen. Nach einer guten Stunde, hatte sich der Nebel etwas gelichtet und wir sind zu Fuß bis zum nächsten Vistapoint gegangen. Von dort konnten wir dann doch noch ein paar schöne Bilder machen.

Der California Highway 1 nördlich von San Francisco. Weitere Informationen unter www.wiraufreise.de

Golden Gate Bridge

Wir hatten die Brückenüberquerung bereits in Sutter Creek (mit WiFi) angemeldet und es funktionierte problemlos. Kurz nach der Brücke sind wir links zur Marina gefahren und haben uns dort den kostenlosen Parkplatz angesehen, auf dem wir am nächsten Tag parken wollten, um das Feuerwerk ansehen zu können. Parken an einem normalen Tag ist hier sicher kein Problem, allerdings haben wir uns aus Sicherheitsgründen dagegen entschieden. Es waren einige dubiose Gestalten unterwegs und unser Bauchgefühl riet uns einfach davon ab.

Im Anschluss sind wir durch San Francisco Richtung Pacifica gefahren. Das San Francisco RV Resort war ein typischer Stadt-Campground, aber sehr schön an der Steilküste gelegen. Die Sanitäreinrichtungen waren sauber und gut ausgestattet. Auf der anderen Straßenseite war die Bushaltestelle, die zur BART-Station in Colma fährt. An der Rezeption wurde uns ein Taxi-Unternehmen empfohlen, das Fahrten für 45$ ab/nach San Francisco macht, außer am 04. Juli natürlich.

 

Der California Highway 1 nördlich von San Francisco. Weitere Informationen unter www.wiraufreise.de

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Weiterlesen:

  1. USA Westküste – Kalifornien Rundreise mit Kind und Wohnmobil
  2. Highway 1 – mit Kind und Wohnmobil an der California Coast
  3. Sequoia National Park mit Kind und Gold schürfen am Sutter Creek
  4. Salt Point State Park und Golden Gate Bridge
  5. San Francisco Sehenswürdigkeiten mit Kind
  6. Outdoorküche – leckere Gerichte für den Campingplatz
6 Kommentare

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6 Kommentare

Selda Eigler 2. September 2017 - 22:01

Hallo Charnette,
die Westküste von USA wollten wir vor einigen Jahren auch bereisen. Irgendwie sind wir wieder in Asien hängengeblieben. Doch wenn ich deine Erlebnisse lese, da bekommt man doch Lust. Und dein Burger… Auch sehr hilfreiche Tipps, dass man auch was leckeres schnell zubereiten kann. Ich muss gestehen, das ich noch nie mit einem Wohnmobil gereist bin. Insofern finde ich deine Ratschläge sehr hilfreich, wenn ich dann irgendwann die Westküstentour antrete. Was die Vorsicht auf Parkplätzen oder sonstwo betrifft, bin ich auch eher sehr vorsichtig. Immer lieber eine Nummer sicher gehen. Wenn das Kind dabei ist, sowieso.
Ich werde langsam aber sicher mir deine Beiträge zur Gemüte führen.
Liebe Grüße, Selda.

Reply
Charnette 3. November 2017 - 14:20

Liebe Selda,
da ist mir doch glatt ein Kommentar von dir durchgerutscht! Vielen Dank für die netten Worte! Ich habe schon wieder Sehnsucht…wir reisen ja nur alle zwei Jahre in die ferneren Länder und für 2018 wollen wir einen Wohnwagen leihen und durch Deutschland reisen…d.h. USA muss nochmal ein Jahr länger warten! Schnief…
Aber dann nehmen wir uns mal die Ostküste vor, oder den Yellowstone, oder Alaska…
Du siehst, so schnell geht es bei uns nicht aus. 🙂
LG
Charnette

Reply
Vicki 3. September 2017 - 3:57

Das Ganze klingt ja super spannend. Kalifornien steht auch noch auf meiner Liste.
Die Bilder vom Stump Beach gefallen mir dabei besonders und euer selbstgemachter Burger sieht zum Anbeißen aus 🙂
Vielen Dank für all die Infos, die ihr hier zusammengestellt habt und den interessanten Beitrag.
Liebe Grüße,
Vicki – vickiviaja.com

Reply
Charnette 3. September 2017 - 10:51

Liebe Vicki,
herzlichen Dank für deinen Kommentar. Ja, der Burger war wirklich sehr lecker.
Wenn es die Zeit zulässt, werde ich mal meine Camping-Rezepte-Sammlung angehen und ausbauen.
Herzliche Grüße,
Charnette

Reply
Tanja 29. Dezember 2017 - 11:45

Was für eine spannende Route…
Ein echtes Abenteuer und ein total schöner Trip, mit vielen schönen Eindrücken. USA muß aber wohl noch ein wenig auf uns warten… die Ferien sind einfach zu begrenzt… und wenn wir düsen, wollen wir auch gleich ein paar Wochen drüben bleiben. 🙂

Liebe Grüße
Tanja

Reply
Charnette 29. Dezember 2017 - 19:57

Liebe Tanja,
freut mich sehr, dass dir unser Bericht gefallen hat! Ja, Amerika ist ein tolles Land! Wir wollen auch unbedingt wieder hin und hoffen, dass es 2019 klappt!
LG
Charnette

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