Viktoriafälle in Sambia und Simbabwe

von Charnette

Den Abschluss unseres Familienurlaubes (damals noch ohne Kind) im Okavango Delta in Botswana und an den Viktoriafälle in Sambia verbrachten wir Ende Mai in Livingstone. 
Mit einem Propellerflugzeug wurden wir aus dem südöstlichen Teil des Okavango Delta nach Kasane geflogen. Nach der Landung, wurden wir mit einem Bus an den Sambesi gefahren. Dort setzten wir mit einer kleinen Fähre nach Kazungula über und trafen dann auf unseren Fahrer. Dieser sammelte alle Pässe ein und erledigte die Einreise für uns. Wir warteten in der Zwischenzeit im Taxi auf ihn. Nach einer ca. 1,5 stündigen Fahrt kamen wir in Livingstone an.

Das Royal Livingstone

Das von Intosol empfohlene Fünf-Sterne-Hotel Royal Livingstone ist wirklich nur einen Steinwurf von den Viktoriafällen entfernt und befindet sich inmitten des knapp 69 km² großen Mosi-oa-Tunya Nationalparks (zu übersetzen mit „Donnernder Rauch“) auf der sambischen Seite des Sambesi. Es ist im klassischen Kolonialstil gebaut und erinnert damit an die vergangenen Zeiten, als David Livingstone die Viktoriafälle entdeckte. Die Balkone der Zimmer zeigen auf den Sambesi und eröffnen einen spektakulären Blick auf das von Akazienbäumen gesäumte Flussufer. Zum Hotel gehören neben einem großen Poolbereich, eine Travellers Bar und eine Lounge. Das Restaurant bietet exquisite à la carte Gerichte. Ein besonderes Highlight ist die direkt am Flussufer liegende Sonnenterrasse, auf der wir spektakuläre Sonnenuntergänge genießen konnten.

Wissenswertes über den Sambesi

Er entspringt im Nordwesten Sambias, an der Grenze zu Kongo. Auf seinem 2574 km langen Weg durchfließt er den äußersten Osten Angolas, den Westen Sambias und bildet im Caprivi-Zipfel die Grenze zwischen Namibia und Sambia. Bei Livingstone verlässt er das Hochland und stürzt bei den Viktoriafällen in eine tiefe Schlucht, wo er die Grenze zwischen Sambia und Simbabwe bildet. Bei Tete erreicht er das Tiefland von Mosambik, wo er schiffbar wird. Schlussendlich mündet er 200 km nördlich von Beira in den Indischen Ozean.

Viktoriafälle und Malaria

In der Region um die Viktoriafälle besteht ein hohes Malaria-Risiko. Wir haben das Repellent, das wir in Botswana in den Safari-Camps bekommen haben auch an den Viktoriafällen verwendet und wurden kaum von den Moskitos belästigt. Wir haben uns vor unserer Reise von unserem Arzt beraten lassen und haben uns gegen eine Malaria-Prophylaxe entschieden. Diese Entscheidung liegt aber bei jedem selbst und wir können und wollen dahingehend keine Empfehlungen aussprechen.

Ein Helikopterflug über die Viktoriafälle und warum wir doch noch klatschnass wurden

Nach unserer Ankunft im Hotel machten wir einen ersten Ausflug zu Fuß an die Viktoriafälle. Was sich uns bot, ließ uns den Atem stocken, so wunderschön erhob sich die Gischt vor der untergehenden Sonne. Das Tosen der Wassermassen war so laut, dass wir uns nur schreiend unterhalten konnten. Derzeit stürzt der Sambesi auf einer Breite von rund 1700 m in die Tiefe. In der Regenzeit fallen ca. 5400 m³ Wasser pro Sekunde in die Tiefe (der Höchststand wird zwischen April und Mai erreicht), in der Trockenzeit sind es knapp 300 m³ pro Sekunde (November-Dezember).

Auf dem Rückweg kamen wir an einem kleinen Markt vorbei, auf dem wir handgemachte Holzfiguren als Souvenirs kauften. Zum Abendessen sind wir ins Hotel-Restaurant gegangen.

Nach dem Frühstück wurden wir zu unserem Helikopterflug abgeholt. Die Wasserfälle von oben, aus der Vogelperspektive  zu betrachten, war ein faszinierendes Erlebnis, was wir wirklich sehr empfehlen können.
Am Nachmittag gingen wir wieder zu Fuß zu den Fällen. Dieses Mal wollten wir es aber genau wissen und sind über die Fußgängerbrücke durch die Gischt gelaufen. Wir standen komplett in der Gischt und wurden nass bis auf die Haut. Ein lustiges und unvergessliches Erlebnis.

Grenzbrücke „No Man’s Land“

Am Abend wollten wir auf eigene Faust auf die Grenzbrücke zwischen Sambia und Simbabwe gehen, bzw. wir wollten uns ein Taxi kommen lassen, das uns dort hin brachte. Im Hotel bot man uns sofort an, dass uns ein Angestellter mit dem Taxi hinbringen würde und uns die ganze Zeit begleiten würde. Da war mir doch gleich wieder etwas mulmig zumute. Wir kamen ohne Zwischenfälle hin und zurück und konnten von der Grenzbrücke „No Man’s Land“ die Wassermassen von einer anderen Seite betrachten. Wir haben sogar die Grenze zu Simbabwe für wenige Sekunden übertreten.

Zum Abendessen sind wir ins Nachbarhotel gegangen, um am Buffetabend mit Tanzmusik teilzunehmen.
Mit diesem Tag ging unsere Zeit in Sambia zu Ende.

So ging es weiter…

Am nächsten Morgen ging unser Flugzeug zurück nach Johannesburg. Die Familie trennte sich, ein Teil flog zurück nach Deutschland, mein Mann und ich flogen weiter auf die Seychellen. Wir nutzten die Zeit, bis unser Flieger nach Mahé startete und haben eine geführte Tour durch Soweto gemacht. Wir besuchten unter anderem das Nelson Mandela-Haus und das Hector Pieterson Memorial and Museum.
Wie alles in Afrika, war auch dies ein absolut beeindruckendes und empfehlenswertes Erlebnis.

Wir flogen von Johannesburg nach Mahé, die Hauptinsel der Seychellen. Von dort ging es mit einer Propellermaschine weiter nach Praslin.  Was wir dort erlebt und gesehen haben, erfährst du in diesem Artikel:
Seychellen Urlaub auf Praslin, dem Paradies auf Erden.

 

Die Viktoria Fälle an der Grenze zu Sambia und Simbabwe. Weitere Informationen unter www.wiraufreise.de

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Weiterlesen:

Fly-in-Safari im Okavango Delta in Botswana
Aufregende Safaris im Little Vumbura Camp im Okavango Delta
Das Xigera Camp im Moremi Wildlife Reserve
Beeindruckende Artenvielfalt im Chitabe Camp im Okavango Delta

 

TRANSPARENZ & WERBUNG
Wir haben die Reise komplett selbst bezahlt. Trotzdem kann der Beitrag unbezahlte Werbung enthalten (z.B. wegen Markennennung u.a.).

 

12 Kommentare

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12 Kommentare

Barbara 5. November 2017 - 18:37

Hallo Charnette,

wow! Das sind spektakuläre Bilder! Die Victoriafälle stelle ich mir bombastisch vor und Deine Fotos spiegeln das wieder.

Toll, dass Ihr in so einem schöne Hotel übernachten und sogar einen Hubschrauberflug machen konntet. Das stelle ich mir perfekt vor.

Liebe Grüße
Barbara

Reply
Charnette 5. November 2017 - 18:42

Liebe Barbara,
vielen lieben Dank für deinen Kommentar! Ja, die Victoria-Fälle und auch unsere Reise ins Okavango-Delta waren ein unvergessliches und traumhaftes Erlebnis.
Warst du selbst schon in Afrika?
LG
Charnette

Reply
Barbara 26. Januar 2018 - 16:35

Hallo Charnette,
in Südafrika war ich mal, und ein wenig am Rand des Kontinents habe ich gekratzt. Früher hat Afrika mich irgendwie nicht interessiert, aber das ändert sich seit gefühlt 1, 2 Jahren. Es gibt ja so viele interessante Gegenden in Afrika!
Liebe Grüße
Barbara

Reply
Charnette 27. Januar 2018 - 9:05

Liebe Barbara,
dem kann ich mich nur anschließen.
Wir haben Afrika um ein paar Jahre verschoben, bis unser Sohn 10-12 ist. Dann wird uns nichts mehr halten können! 🙂
LG
Charnette

Reply
Simone 5. November 2017 - 21:43

Liebe Charnette,
Oh, ihr habt meine Vergangenheit geweckt! An die Viktoria Falls habe ich auch ähnliche und genau so begeisterte Erinnerungen:) ich bin damals mit einem kleinem Flugzeug über die Fälle geflogen und ich war sprachlos. Bin gespannt wie die Seychelle waren
Viele Grüße
Simone

Reply
Charnette 5. November 2017 - 22:08

Vielen Dank für deinen netten Kommentar liebe Simone.
Die Seychellen waren auch sehr schön aber halt „totally different“ zu Botswana und den Viktoria Fällen!
LG
Charnette

Reply
Gina 6. November 2017 - 21:23

Hallo Charnette,

ich war noch nicht an den Viktoria Fällen, aber ich stelle sie mir sehr beeindruckend vor. Von der Gischt allein durchnässt zu werden, habe ich bei den Iguazu-Fällen erlebt. Die Gewalt der donnernden Wassermassen fasziniert mich immer wieder.
LG
Gina

Reply
Charnette 7. November 2017 - 9:11

Liebe Gina,
danke für deinen netten Kommentar. Wasser im Allgemeinen hat etwas sehr faszinierendes. Wenn man dann noch hört, welche Kraft dahintersteckt, dann kann man nur noch geflasht sein! 🙂
LG
Charnette

Reply
Bruno 11. November 2017 - 0:21

Klingt nach einer tollen Reise. Ein schönes Hotel fußläufig zu den Wasserfällen und dann die Victoria-Fälle noch von oben – genial.
Viele Grüße
Bruno

Reply
Charnette 11. November 2017 - 7:47

Lieber Bruno,
das war es! Die perfekte Reise!
Danke für deinen netten Kommentar!
LG
Charnette

Reply
AlexS 27. Januar 2018 - 23:39

Liebe Charnette,
die Victoria-Fälle stehe auch noch auf unserer Löffelliste. Da muss schon ziemlich beeindruckend sein. Zusätzlich von oben bestimmt grandios!
Liebe Grüße

Alex

Reply
Charnette 28. Januar 2018 - 8:22

Liebe Alex,
grandios ist das richtige Wort dafür! Ich kann die Fälle und Botswana wirklich nur wärmstens empfehlen.
LG
Charnette

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